Brief an die Polizeidirektion Hannover

Inzwischen habe ich von Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann eine Antwort auf mein Schreiben vom 29. Januar erhalten. Sie hat mich zu einem Gespräch eingeladen. Und diese Einladung werde ich selbstverständlich annehmen. Weitere Informationen zur Flüchtlingsproblematik in Pattensen gab’s keine. Das hatte ich auch nicht erwartet. Allerdings hatte ich angenommen, dass sie sich zu dem von mir zitierten Flugblatt äußern würde. Schließlich wurde auf diesem Flugblatt unter anderem behauptet, „dass in einer Asylunterkunft in Pattensen ein reichhaltiges Arsenal an Schlag- und Stichwaffen gefunden worden ist“. Und das stand auch so in meinem Brief. Nachdem Ramona Schumann das nicht dementiert hat, gehe ich nun zunächst davon aus, dass die Angaben in dem Flugblatt den Tatsachen entsprechen. Nur seltsam, dass dazu in den Medien nichts zu finden war. Und so habe ich mich heute mit einem Brief an die Polizeidirektion Hannover gewandt, in dem ich folgende Fragen gestellt habe:

  1. Wann genau sind die „Schlag- und Stichwaffen“ gefunden worden?
  2. Wie viele Waffen wurden gefunden?
  3. Welcher Art waren die Waffen?
  4. In welcher Asylunterkunft sind die Waffen gefunden worden?
  5. Wie viele Flüchtlinge lebten zum Zeitpunkt des Auffindens in der Unterkunft?
  6. Von wem sind die Waffen gefunden worden?
  7. In welchem Zusammenhang kam es zum Auffinden der Waffen?
  8. Wie viele Beamte waren am Auffinden beteiligt?
  9. Konnten die Waffen einzelnen Personen zugeordnet werden?
  10. Falls ja: Wie vielen Personen konnten die Waffen zugeordnet werden?
  11. Falls nein: Warum war eine Zuordnung zu einzelnen Personen nicht möglich?
  12. Welche Konsequenzen hatte das Auffinden für die betroffenen Personen?

Und weil ich finde, dass möglichst viele Pattensener die Möglichkeit bekommen sollten, die Antworten zur Kenntnis zu nehmen, leite ich diesen Brief auch an die Medien weiter. Denn eines ist ja wohl klar: Wenn in einer Flüchtlingsunterkunft in Pattensen Waffen gefunden werden – ganz gleich wie viele -, haben die Anwohner das Recht auf umfassende Informationen.

Bild: © Gerhard Seybert

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